Düsseldorf (GodmodeTrader.de) – Keinerlei Freude hatten Investoren in der zweiten Jahreshälfte 2018 mit Silber, ist doch der Preis in die Nähe des Dreijahrestiefs abgerutscht. Verantwortlich dafür sind auch die schwächelnden globalen Konjunkturdaten, stammt doch rund die Hälfte der weltweiten physischen Nachfrage nach dem Metall aus Industrieanwendungen wie Solar, Elektro und Batterien, wie die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt in der aktuellen Ausgabe von „MarktBeobachtung“ schreiben.

Nach dem Kursrutsch von Silber sei die Gold-Silber-Ratio auf 85,5 gestiegen. Das sei der höchste Wert seit 1993 gewesen. Das Verhältnis werde berechnet, indem der Preis von Gold durch den von Silber dividiert werde, heißt es weiter. „Wenn in den vergangenen Jahrzehnten ein ähnlich hoher Wert erreicht wurde, kam es häufig zu einer Gegenbewegung, sprich die Notierung von Silber hat sich besser entwickelt als jene von Gold“, so die HSBC-Analysten.

Von seinem am 14. November 2018 bei 13,90 US-Dollar je Feinunze erreichten knappen Dreijahrestief erholte sich Silber bislang bis 15,62 US-Dollar pro Unze in der Spitze – ein Fünfmonatshoch. Gegen 10:30 Uhr MEZ notiert Silber mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 15,58 US-Dollar je Feinunze.