Minneapolis (GodmodeTrader.de) – Die nächste Rohstoffhausse wird sich der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge um mindestens ein Jahr verzögern. Daher werde es nun frühestens 2019 einen deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise geben. Vor allem Handelskonflikte der USA mit Kanada, Mexiko, in gewisser Hinsicht Europa und vor allem mit China hätten die Hausse ausgebremst, wie David Donora, Leiter des Bereiches Rohstoffe bei Columbia Threadneedle Investments, in einem aktuellen Kommentar schreibt.

„Diese haben die Rohstoffe belastet und auch die Preise zu einem gewissen Grad deutlich nach unten gedrückt“, schreibt Donora. Zudem gebe es überall auf dem Rohstoffmarkt hinderliche Lagerbestände. Diese müssten abgebaut werden, damit wirklich ein Höhenflug einsetzen könne, heißt es weiter.

Columbia Threadneedle verweist auf den zyklischen Charakter von Rohstoffen. Sie hätten eine Baisse durchlaufen und bewegten sich nun seit einigen Jahren nahe der Talsohle. Die Herausforderung bestehe als darin, klare Anzeichen für den nächsten Höhenflug zu erkennen. „Solche Anzeichen sind beispielsweise eine Verknappung der zugrunde liegenden Rohstoffbestände, eine nachhaltige reale Wirtschaftstätigkeit, ein stabiler bis schwächerer US-Dollar, ein deutliches Lohnwachstum sowie höhere Zinsen“, schreibt Donora.

„Wenn andererseits die geopolitischen Probleme beigelegt werden können und die wirtschaftliche Aktivität und Entwicklung nicht gebremst werden, dann dürften erst Basismetalle eine kräftige Rally verzeichnen und Energie – sowohl Gas als auch Öl – dürfte einen positiven Rückenwind verspüren. Beides wäre für den Agrarsektor von Vorteil, insbesondere für Ölsaaten, weiche Rohstoffe und Lebendvieh“, so Donora.