(shareribs.com) London 06.12.2018 – Die Metallpreise bewegen sich in London am Donnerstag wieder deutlich nach unten. Die Festnahme einer Huawei-Managerin könnte die jüngste Entspannung zwischen China und den USA zunichtemachen.

Die Märkte befinden sich weiterhin in einer angespannten Situation. Auf den anfänglichen Optimismus nach dem G20-Gipfel macht sich zunehmend Ernüchterung breit, da wenig Substantielles entschieden wurde. Die US-Regierung bemühte sich dann auch, zu große Hoffnungen zu zerstreuen, mit dem Ergebnis, dass der Dow Jones Index am Dienstag knapp 800 Punkte verlor.

Am Donnerstag sorgt die Festnahme einer Managerin von Huawei in Kanada für Unruhe. Diese erfolgte auf Bitten der USA in Kanada. Die Angst vor einer neuen Eskalation im Handelsstreit wird damit geschürt. Gleichzeitig übersehen viele Investoren aber auch die jüngsten Aussagen aus Peking. Dort hatte man mitgeteilt, die Absprachen mit den USA, unter anderem hinsichtlich der Importzölle auf US-Autos und Landwirtschaftserzeugnisse zügig umsetzen zu wollen.

In den USA ist derweil das Handelsbilanzdefizit im November erneut auf das höchste Niveau seit zehn Jahren gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen in Washington für Frustration sorgen. Seitdem Washington Importzölle auf chinesische Waren eingeführt hat, wuchs das Defizit weiter, vor allem jenes mit China, da das Land den Import von Landwirtschaftserzeugnissen stark reduziert hat.

Die chinesischen Außenhandelsdaten werden am Wochenende erwartet.

Unklar ist derweil, wie die USA mit den angekündigten Sanktionen gegen den russische Aluminiumproduzenten Rusal verfahren will. Aus Washington war zuletzt wenig Neues zu hören, ein Senator der Demokraten hat Trump nun aufgefordert, die Sanktionen nicht zu stoppen. Der Preis für Aluminium stieg im ersten Quartal deutlich, da man eine Verengung des Angebots erwartete.

Der Preis für die Tonne Aluminium rutscht um 1,5 Prozent auf 1.945 USD ab, für Blei geht es um 0,1 Prozent auf 1.974 USD nach unten. Kupfer korrigiert um 1,6 Prozent auf 6.106 USD. Nickel rutscht um 2,7 Prozent auf 10.835 USD ab, für Zink geht es um 2,7 Prozent auf 2.616 USD nach unten.

Die Aluminiumbestände an der London Metal Exchange sind am Mittwoch um 1.025 auf 1,045 Mio. Tonnen gesunken, bei Kupfer war ein Rückgang um 1.975 auf 128.200 Tonnen zu verzeichnen. Die Nickelbestände sanken um 1.512 auf 211.284 Tonnen und bei Zink ging es um 1.050 auf 110.700 Tonnen abwärts.