(shareribs.com) London 18.01.2019 – An der London Metal Exchange kommt es am Freitag zu neuerlichen Kursgewinnen bei Kupfer Das rote Metall klettert über die Marke von 6.000 USD. Auch Aluminium und Nickel klettern.

Die – mittlerweile dementierten – Berichte zu Überlegungen des US-Finanzministeriums, China bei den Importzöllen entgegen zu kommen, stützt die Metallpreise in London. Das Wall Street Journal schrieb am Donnerstagabend, das unter anderem Finanzminister Mnuchin einen solchen Schritt diskutiert habe. Obgleich dementiert, hat der Bericht die Fantasie der Marktteilnehmer inspiriert. Der Handelsstreit zwischen China und den USA ist einer der wesentlichen belastenden Faktoren für die globale Konjunktur.

Auch die Metallpreise werden von den Spekulationen gestützt, Kupfer klettert dabei über die Marke von 6.000 USD und könnte das höchste Wochenplus seit November schaffen. Vivienne Lloyd von Macquarie sagte laut Nachrichtenagentur Reuters, dass makroökonomische Faktoren den Kupferpreis bewegen würden, eine Richtung für die Preise lässt sich hieraus aber nicht ableiten. Das rote Metall dürfte sich weiter seitwärts bewegen, bis es einen größeren makroökonomischen Auslöser gibt.

Die Aussicht auf eine konjunkturelle Stabilisierung sorgte am Freitag in China für Kursgewinne. Eisenerz kletterte auf das höchste Niveau seit mehr als zehn Monaten. Bei ANZ Research wurde mitgeteilt, dass die Handelsgespräche zwischen China und den USA zwar Konkretes vermissen lassen. Die schwächelnde Konjunktur würde aber beide Länder in Richtung einer Einigung drängen.

Der Eisenerzkonzern Rio Tinto hat am Freitag mitgeteilt, dass die Kupferproduktion im vierten Quartal bei 633.500 Tonnen gelegen habe. Die Produktion fiel damit höher aus als erwartet.

Die Aluminiumbestände an der LME sind zuletzt um 850 auf 1,304 Mio. Tonnen gestiegen. Die Bestände von Nickel und Kupfer blieben nahezu unverändert, während die Zinkbestände um 1.325 auf 122.875 Tonnen gesunken seien.