(shareribs.com) Washington 17.12.2018 – Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Rohstoffe im US-Handel zuletzt leicht ausgeweitet und sind nun wieder long auf Gold Bei US-Rohöl kam es derweil zu einer neuerlichen Reduktion der Longs.

Der jüngste Commitments of Traders Report der Commodity Futures Trading Commission zeigte einen neuerlichen Anstieg der Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe. In der Woche bis zum 11. Dezember stieg die Zahl der Netto-Longs um 12,4 Prozent auf 136.295 Kontrakte, wobei unter anderem die Longs auf Gold ausgeweitet wurden. Auch bei Mais kam es zu einem deutlichen Anstieg.

Die Netto-Longpositionen auf Gold kletterten auf 10.252 Kontrakte, das höchste Niveau seit Mitte Juni 2018. Der Goldpreis rutschte in der vergangenen Woche allerdings wieder leicht ab, bedingt durch eine fortgesetzte Aufwertung des Dollars, der so teuer ist wie seit 19 Monaten nicht mehr. Der Greenback dient für die Marktteilnehmer zunehmend als sicherer Hafen und wird durch die Zinspolitik der US-Notenbank gestützt. Diese dürfte in dieser Woche den Leitzins einmal mehr anheben. Angesichts der konjunkturellen Abkühlung wird jedoch darüber spekuliert, dass die Notenbanker die Straffung im kommenden Jahr dämpfen könnten. In den Überlegungen dürfte auch der Handelsstreit zwischen China und den USA von Bedeutung sein, der die Konjunktur zunehmend belasten dürfte, solange es hier keine nachhaltige Einigung gibt.

Die Netto-Shortpositionen auf Silber wurden derweil mehr als verdoppelt, auf zuletzt 52.978 Kontrakte. Zudem sind die Investoren nun mit 5.075 Kontrakten netto-short auf Platin Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Palladium sank um sechs Prozent auf 13.416 Kontrakte.

Die Schwäche von Rohöl hat auch die Investoren zu einer weiteren Reduktion ihrer Netto-Longs verleitet. Diese wurden um 6,7 Prozent auf 119.675 Kontrakte reduziert. Die Rohölbestände in den USA sanken in der vergangenen Woche leicht, aber weniger stark als erwartet. Wie Baker Hughes am Freitag mitteilten, sank die Zahl der laufenden Förderanlagen in den USA in der letzten Woche um vier auf 873 Anlagen gesenkt hätten. Damit liegt die Zahl der Anlagen aber weiter deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Förderung liegt zudem nahe des Rekordhochs von 11,7 Mio. Tonnen und gegenwärtig gelten vor allem Infrastrukturengpässe als Grund für die Pause beim Anstieg der Produktion.

Der US-Handelsstreit mit China hat derweil die Stimmung gegenüber Kupfer weiter beeinträchtigt. Das rote Metall hat sich zuletzt über der Marke von 6.000 USD etabliert, was nicht zuletzt auf die stark gesunkenen Lagerbestände in London und damit das relativ enge Angebot zurückgeführt wird. Bedingt durch den Handelsstreit wird dies aber von den Nachfragesorgen überdeckt, so dass die Investoren nun wieder mit 913 Kontrakten netto-short sind. Die jüngsten Konjunkturdaten aus China lassen zudem darauf schließen, dass die Nachfragesituation auch in den kommenden Monaten die Preise für das rote Metall deckeln dürfte.