Frankfurt (GodmodeTrader.de) – Spektakuläre Einzelbewegungen wie jüngst bei Aluminium können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Primärmetalle als typische Industrierohstoffgruppe zyklisch wohl seit dem zweiten Halbjahr 2017 ein vorläufiges Hoch ausbilden. Der LME-Primärmetalle-Index hat sich im April aufgrund der temporären Preissprünge bei Aluminium und Nickel noch einmal aufgebäumt, die Markttechnik wirkt aber nach wie vor labil, wie Helaba-Analyst Heinrich Peters im aktuellen „Rohstoffreport“ schreibt. Jenseits des makroökonomischen Umfelds könnten in der aktuellen Phase aber durchaus noch spezifische Faktoren zu einer unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Rohstoffpreise führen. Vor allem ereignisgetriebene Veränderungen auf der Angebotsseite eigneten sich zu einer Verstärkung der Preisschwankungen, heißt es weiter. „Während Blei und Nickel nach unten gedreht haben, testet Kupfer gerade den Aufwärtstrend. Alle drei Primärmetalle hatten im zweiten Halbjahr 2017 einen massiven langfristigen Widerstandsbereich erreicht. Nickel scheint bei 14.000 US-Dollar an die Decke zu stoßen. Bei Aluminium dürfte bei 2.400 bis 2.600 US-Dollar der Deckel drauf sein, das Gravitationszentrum mittelfristig eher näher bei 2.000 US-Dollar liegen“, so Peters.