Frankfurt (GodmodeTrader.de) – Der LME-Primärmetalle-Index scheint nach einem Minus von rund 22 Prozent in der Zeit zwischen Jahresmitte und Ultimo 2018 das Tief erst einmal ausgelotet zu haben. Bei größeren temporären Irritationen im fundamentalen Umfeld könnte er es möglicherweise demnächst noch einmal testen, was mit einem Abwärtsrisiko von acht bis zwölf Prozent verbunden wäre, wie Helaba-Analyst Heinrich Peters im aktuellen „Rohstoffreport“ schreibt.

„Wir gehen allerdings mit Blick auf kurzfristig noch mögliche Wachstumsunsicherheiten eher von einer leichten – bis maximal zum Frühjahr anhaltenden – Zwischenkorrektur aus. So machen sogenannte frühe Frühindikatoren durchaus Hoffnung, dass in China, in Europa und in den USA –jenseits mitunter bemühter Sondereffekte – das zyklische Tief inzwischen markiert sein dürfte“, so Peters.

Im Übrigen könnten positive Impulse von der Entwicklung des Währungsgefüges auf die Metallpreise ausgehen. Allerdings dürfte die konjunkturelle Erholung nicht so dynamisch ausfallen, dass umgehend wieder mit einem massiven Auftrieb der Notierungen zu rechnen wäre. Gleichwohl seien bei einzelnen Metallen wie in jüngst etwa bei Nickel kurzfristig aufgrund spezieller außerhalb des Makroumfeldes liegenden Faktoren deutliche Preisbewegungen möglich, heißt es abschließend.