Frankfurt (Godmode-Trader.de) – Gold war im vergangenen Jahr in Deutschland nicht mehr so stark nachgefragt wie früher. Denn der Absatz von physischem Gold ist bei den beiden wichtigsten Händlern Degussa und Pro Aurum gesunken. Nach Angaben von Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Geschäftsführer der Degussa Goldhandel, wurden im vergangenen Jahr 10 Prozent weniger umgesetzt. Pro Aurum hat 2017 insgesamt 35,15 Tonnen Gold an Kunden abgesetzt. Das bedeutet ein Minus von knapp 11 Prozent. Für Degussa-Geschäftsführer Wrzesniok-Roßbach bleibt Gold aber weiterhin interessant. Dies zeige sich schon bei jedem kleinen Preisrückgang, der zu einer höheren Nachfrage führe. Am Goldpreis lässt sich dieser Effekt im Kleinen auch heute ablesen. Gold geriet am Freitag nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes unter Druck und der Preis fiel um 1 Prozent. Doch am Montag legte die Nachfrage wieder zu, sodass sich die Notierung bei 1.335 US-Dollar je Feinunze stabilisierte. In Reaktion auf die guten Arbeitsmarktdaten und besonders die anziehenden Löhne in den USA sprang die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen nach oben und der US-Dollar wertete auf, was wiederum die Edelmetalle belastete.

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