London (GodmodeTrader.de) – Der Goldpreis setzt am Mittwoch im Umfeld eines auf breiter Basis nachgebenden US-Dollar seine Aufwärtsbewegung der letzten Wochen fort. Im Hoch wurde das Edelmetall zur Wochenmitte bislang bei 1.246,39 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Seit dem im August 2018 erreichten Anderthalbjahrestief hat Gold nun schon fast 80 Euro wettgemacht – ein Plus von 6,7 Prozent. In den vergangenen beiden Handelstagen war der US-Dollar als lachender Dritter aus dem Brexit-Chaos hervorgegangen, während neben den Pfund-Verlusten auch der Euro in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Goldpreis gab ebenfalls nach. Neben den anhaltenden politischen Querelen um den Brexit, wo sich Premierministerin Theresa May heute Abend mit einem Misstrauensvotum aus den eigenen Reihen konfrontiert sieht, beschäftigen den Markt weiterhin die US-Zinsaussichten. Die US-Verbraucherpreise waren im November wie von Analysten im Konsens erwartet gegenüber dem Vormonat unverändert, nach einem Anstieg um 0,3 Prozent im Oktober. Nach wie vor hinkt die Inflation in den USA hinter den Erwartungen zurück. Dies ist etwas, das die Federal Reserve Bank (Fed) bei ihren geldpolitischen Entscheidungen berücksichtigen muss. Die Zinsanhebung in der kommenden Woche auf eine Spanne von dann 2,25 bis 2,50 Prozent gilt am Markt bereits als ausgemachte Sache. Unklarer sind jedoch die US-Zinsaussichten für das kommende Jahr. „Wir sind in einer Situation, in der die Fed anfängt zu signalisieren, dass wir uns nahe der Neutralität befinden. Dies bedeutet, dass nur noch wenige weitere Zinsanhebungen bevorstehen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den leitenden Rohstoffstrategen bei TD Securities, Bart Melek. Ein fallender US-Dollar sowie eingetrübte US-Zinsaussichten kommen gewöhnlich dem Goldpreis zugute – und umgekehrt. Gegen 15:00 Uhr MEZ notierte Gold mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 1.244,73 US-Dollar je Feinunze.

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