Frankfurt (GodmodeTrader.de) – Gold erholt sich am Freitagvormittag im Umfeld eines auf breiter Basis von seinem gestrigen Dreimonatshoch zurückfallenden US-Dollars. Im Hoch wurde das Edelmetall bislang bei 1.295,85 US-Dollar je Feinunze. Ein schwächerer US-Dollar kommt für gewöhnlich dem in US-Dollar denominierten Gold zugute – und umgekehrt. Am Donnerstag hatte der US-Dollar im Zuge der Euroschwäche kräftig aufgewertet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte gestern ihre Zinsprognose angepasst. Der Leitzins in der Eurozone soll nun bis mindestens Ende 2019 unverändert bleiben. Zudem kündigte EZB-Chef Mario Draghi neue, zweijährige TLTROs an, während die Wachstums- und Inflationsprognosen für das laufende Jahr deutlich reduziert wurden. „Die EZB signalisiert Handlungsbereitschaft und Flexibilität bei einem veränderten Inflations-und Konjunkturausblick. Einer Abkehr aus der ultra-expansiven Geldpolitik wird es vorerst nicht geben“, kommentiert Helaba-Analyst Ralf Umlauf. In den Fokus rückt mit dem heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Februar dann heute wieder die US-Konjunktur. Analysten erwarten im Konsens, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen (ex Agrar) im Februar um 185.000 gestiegen ist, nach 304.000 im Januar. Die Arbeitslosenquote wird bei 3,9 Prozent erwartet, nach 4,0 Prozent im Vormonat.

Anlegern bereitet die weltweite Konjunkturabkühlung Sorgen. China hatte zu Wochenbeginn seine Wachstumsprognose für 2019 auf 6,0 Prozent bis 6,5 Prozent gesenkt. Gleichzeitig haben die USA und China ihre Handelsstreitigkeiten noch nicht gelöst. Gegen 11:40 Uhr MEZ notiert Gold mit einem Plus von 0,63 Prozent bei 1.294,05 US-Dollar je Feinunze.