(boerse.de) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest: Der Leitzins wurde auf der heutigen EZB-Sitzung nicht verändert und bleibt weiter auf dem Rekordtief von 0,00%. Auch der Strafzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld über Nacht bei der EZB parken, bleibt unverändert bei minus 0,4 Prozent. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit (mindestens über das Jahr 2019 hinaus) auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden. Bisher war lediglich davon die Rede, die Zinsen über den kommenden Sommer hinaus nicht zu verändern. Zudem beschloss die EZB, den Banken des Euroraums neue Langfristkredite zur Verfügung stellen. Wie die Notenbank ankündigte, sollen ab September 2019 bis März 2021 neue Geldspritzen angeboten werden. Die Laufzeit betrage jeweils zwei Jahre. Die Geschäfte sollen der Kreditvergabe der Banken dienen und die Wirkung der EZB-Geldpolitik unterstützen. Im März 2016 hatten die Währungshüter ihren Kurs gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche drastisch verschärft. Erstmals wurde der Zins, zu dem Banken frisches Zentralbankgeld bekommen, auf Null gesenkt. Mit Spannung wird jetzt die Sitzung der US-Notenbank Fed erwartet, die am 20. März 2019 über eine mögliche Zinserhöhung abstimmen wird. Die nächste EZB-Sitzung findet am 10. April 2019 statt.