Frankfurt (GodmodeTrader.de) – In Ermangelung von Datenveröffentlichungen der US-Agrarbehörde USDA richtet sich das Hauptaugenmerk an den Agrarmärkten auf die aktuellen Handelsgespräche zwischen den USA und China. China hat gestern als Zeichen des guten Willens zugesagt, seine Märkte für US-Agrarprodukte öffnen zu wollen, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

Das chinesische Landwirtschaftsministerium habe erstmals seit 18 Monaten fünf genmodifizierte Sorten für den Import genehmigt, was US-Mais und Sojabohnen zugutekommen könnte. China habe bereits im Dezember wieder Sojabohnenbestellungen in den USA aufgenommen. Solange allerdings die Strafzölle in Kraft seien, dürfte es sich nur um symbolische Schritte handeln. Denn bei einem Importzoll von 25 Prozent sind US-Sojabohnen für chinesische Importeure schlichtweg zu teuer. Die höheren Importe aus der EU könnten dies bei weitem nicht ausgleichen, heißt es weiter.

„Eine nennenswerte Preisreaktion gab es auf die gestrige Nachricht daher nicht. Der Sojabohnenpreis verlor sogar leicht, ebenso der Maispreis. Dagegen konnten die Weizenpreise in Paris und Chicago leicht zulegen. Dahinter steht offensichtlich die Erwartung einer stärkeren Exportnachfrage, da das Weizenangebot aus Russland allmählich nachlassen dürfte. Dazu passt auch die Nachricht, dass Taiwan in einem aktuellen Tender 112.000 Tonnen US-Weizen gekauft hat“, so die Commerzbank-Analysten.