(boerse-online) Die deutlich gefallenen Kurse des Kupferverarbeiters Aurubis hat Salzgitter genutzt, um die Beteiligung auf über 25 Prozent zu hieven. Vor gut einem Jahr musste der Stahlkocher diese nach der Tilgung einer Umtauschanleihe auf 15  Prozent abbauen. Zum Hoch verkaufen, preiswert einsteigen – das könnte sich als richtige Strategie erweisen. Aurubis ist besser, als das Kursbild glauben macht. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr waren ordentlich, die Dividende wurde auf 1,55 Euro erhöht. Die Bilanz ist frei von Finanzschulden. Dass die Aktie so schwach abschnitt, hat zwei Gründe. Zum einen sorgen Produktionsstillstände wegen Wartungen dafür, dass der Gewinn im neuen Geschäftsjahr 2018/19 um bis zu 15 Prozent sinken könnte. Das ist ein Einmaleffekt, der 2019/20 wegfällt. Zudem ist unklar, ob Aurubis den Verkauf des Bandgeschäfts an die Ulmer Wieland-Werke durchführen kann. Dass EU-Kartellwächter ihre Prüffrist bis zum 7. Februar verlängert haben, muss kein schlechtes Zeichen sein. Wir stufen die Aktie wieder auf „Kaufen“ hoch, risikobereite Anleger folgen dem Beispiel von Salzgitter. Der Wert notiert unter dem Buchwert von 57 Euro. Diese Lücke sollte schließbar sein.