London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) – Der Aluminiumpreis notiert aktuell nur knapp über dem 15-Monatstief von Mitte letzter Woche. Angesichts der Schwäche des US-Dollars ist der tiefe Preis zumindest bemerkenswert. Die Wahlergebnisse aus den USA brachten den Dollar gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck. Ein schwächerer Dollarkurs stützt für gewöhnlich die in US-Dollar denominierten Metallpreise – und umgekehrt.

Für US-Präsident Donald Trump wird das Regieren nach den Kongresswahlen schwieriger: Seine Partei, die Republikaner, verloren bei den Zwischenwahlen das Repräsentantenhaus an die Demokraten. Den Senat im Parlament in Washington verteidigten die Republikaner allerdings.

Übergeordnet bleibt der Aluminiummarkt wegen der internationalen Handels- und Zollstreitigkeiten mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. „Die Fundamentaldaten von Aluminium sind schwächer als die anderer Basismetalle. Es gibt ein strukturelles Überangebot auf dem chinesischen Markt und die Angst vor weiteren US-Zöllen ist nicht hilfreich“, sagt Sergey Raevskiy, Metallanalyst bei SP Angel.

Nun haben die Aluminiumverbände der USA, Kanada und Mexikos in einem Brief die Präsidenten der jeweiligen Länder dazu aufgefordert, eine Vereinbarung auszuarbeiten, um die US-Importzölle auf Aluminium aus Kanada und Mexiko aufzuheben, wie Rohstoffanalysten der Commerzbank berichteten. Eine Lösung sollte laut Ansicht der Verbände noch vor dem 30. November erreicht werden. An diesem Tag soll das neue USA-Mexiko-Kanada-Abkommen unterzeichnet werden. „Sollten die Zölle tatsächlich aufgehoben werden, würde wohl etwas Verunsicherung aus dem Markt weichen“, so die Analysten.

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