Die Metallpreise gerieten gestern wegen erneut stark fallender Aktienmärkte, dem Einbruch der Ölpreise und wegen eines festeren US-Dollar zwischenzeitlich spürbar unter Druck. Schlussendlich hielten sich die Verluste bei den Metallen aber dann doch in Grenzen: Der LME-Industriemetallindex gab um 0,9 Prozent nach, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

Aluminium habe gestern gegen den Trend leicht zugelegt. Das International Aluminium Institute habe berichtet, dass die tägliche globale Aluminiumproduktion im Oktober gegenüber Vorjahr zwar um 4,1 Prozent gestiegen sei, im Vergleich zum Vormonat sei sie aber um 1,2 Prozent rückläufig gewesen. Der Rückgang sei fast ausschließlich auf China zurückzuführen und bereits bekannt gewesen, da das Nationale Statistikbüro die Produktionsdaten für China schon vor einer Woche berichtet habe. Auch die geringeren Aluminiumexporte Chinas im Oktober hätten bereits auf eine niedrigere Produktion hingedeutet, heißt es weiter.

„Die gestiegenen Rohmaterialpreise, insbesondere für Alumina, haben einhergehend mit den gefallenen Aluminiumpreisen die Margen der Schmelzen im Oktober deutlich schrumpfen lassen. Laut Angaben des chinesischen Research-Anbieters SMM sind diese im November weiter gefallen. SMM taxiert die durchschnittlichen Produktionskosten der chinesischen Aluminiumschmelzen in der letzten Woche auf 14.900 Yuan je Tonne, so dass diese einen Verlust von durchschnittlich 1.200 Yuan je Tonne (gut 170 US-Dollar) verbuchten. U.E. dürfte daher die Produktion im November weiter gedrosselt worden sein, zumal letzte Woche offiziell die Wintersaison begonnen hat, während der die Behörden wieder Produktionskürzungen angeordnet haben“, so die Commerzbank-Analysten.